Anja, wie stellst du dir das vor?!

Mir reicht’s. Ich hab jetzt genug davon, zu ergründen, warum es in Österreich so weit verbreitet ist, dagegen zu sein. Warum es fast schon zum guten Ton gehört, Ideen, Visionen, Verbesserungsvorschläge abzuwerten, abzuwürgen und deren Realisierung zu verhindern. Und warum sich so viele Menschen wie selbstverständlich das Recht herausnehmen, ihren destruktiven Senf zu allem und jedem abzugeben. O.k., es mag historisch oder in einer schlimmen Kindheit begründet sein, dass für viele Menschen die Sicherheit in dem, was sie kennen, in jedem Fall der Unsicherheit des Neuen vorzuziehen ist und lieber gejammert oder geschimpft wird, als gehandelt. Sei’s drum. Ich halt sie nicht auf. Aber ich will mit meinen Ideen und Visionen auch nicht aufgehalten werden!

Danke im Vorhinein an alle die das lesen und sich künftig mit gut gemeinten Ratschlägen à la

  • „wer soll das kaufen?“
  • „wie soll sich das tragen?“
  • „wie willst du das schaffen?“
  • „du glaubst doch nicht wirklich, dass sich da irgendwann was ändert?!“

dezent zurück halten. Ich lass mich sowieso nicht aufhalten, ich ärgere mich nur kurz und das find ich nicht notwendig. Ich bin mit Sicherheit idealistisch, vielleicht sogar naiv, und ich glaube an das Gute im Menschen. So what?! Und ja, mir ist bewußt, dass meine Zeit begrenzt ist, dass (gott-sei-dank!) nicht alle Menschen wie ich  und Systeme träge sind. Und natürlich besteht auch die Möglichkeit des Scheiterns. Das finde ich nicht schlimm. Im Gegenteil: mir ist lieber ein paar Mal auf die Nase zu fallen, und bei vielen anderen Versuchen aus dem Erfolg und positiven Feedback meine Lebendigkeit und Freude zu ernten, als in der Vermeidung von möglichem Mißerfolg lauwarm vor mich hin zu dümpeln. Ich habe Vertrauen in meine Fähigkeit, neu zu beginnen, wenn eine Tür sich schließt.

Ganz oft werde ich zur Zeit gefragt, ob ich das wirklich ernst meine mit der Politik. Ob ich mir das wirklich antun will. Sie sei ein schmutziges Geschäft und und – s. oben – „do komma eh nix mochn“. Jeder haue dem anderen das Hackl ins Kreuz und schaue darauf, sich und die seinen zu bereichern. Wer in die Politik gehe, werde automatisch korrupt und machtgesteuert.

Das mag tatsächlich machmal oder mehrheitlich so sein, immer wieder begegnen auch mir Situationen, die diese Vorurteile bestätigen. Doch deshalb muss ich sie noch lange nicht als meine Wirklichkeit und in Stein gemeißelt hinnehmen. Es gibt unzählige Beispiele, dass Politik (und Wirtschaft) anders funktionieren kann. Wertschätzend, sachorientiert, der Wahrheit und der Gemeinschaft verpflichtet, kompromissbereit, nachhaltig, themenoffen, SINNvoll, solidarisch. Wenn niemand daran glaubt, wird sich wirklich nie was ändern. Also steh ich da, mit meinem Glauben, meinen Visionen und meinem Menschenbild, und pack an, was ich anpacken kann. Noch macht’s mir Spass!

Doch jetzt sind mal FEIERTAGE angesagt. In Ruhe. Zum Kräfte-Sammeln nach 3 sehr dichten Monaten, in denen ich viel gelernt, Ziele erreicht und vor allem unzählige wertvolle Begegnungen und Momente gehabt habe. Auch in der „Politik“. Dafür sag ich Danke. Und wünsche Dir Leser oder Leserin eine besinnliche Zeit und ein gutes Hinübergleiten ins neue Jahr!

P.S.: du tust dich schwer, deine „guten Ratschläge“ für dich zu behalten? Lenke deine Gedanken mal darauf, was DU für eine bessere Welt nach deinen Werten tun kannst und pack alle deine Glaubenssätze, warum das NICHT geht in ein Packerl, das du dem Weihnachtsmann zum Nordpol oder dem Christkind in den Himmel schickst. Dann bist du frei, es anzugehen! JETZT!

P.P.S.: erfahrungsgemäß wird man nach einiger Zeit systemblind. Also bitte sag mir rechtzeitig, wenn ich beginne, dem derzeit vorherrschenden Klischee einer Politkerin zu entsprechen. Dann wird es nämlich Zeit, damit aufzuhören und was Neues anzugehen!

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