Lokalaugenschein beim Gemeinwohl-Pionier KARDEA

Vor bald eineinhalb Jahren war Baumeister Mike Vogler Teilnehmer bei der ersten burgenländischen Peer Group von UnternehmerInnen, die ihre Gemeinwohl-Bilanzen in einem Teamprozess erstellten. Sein Ziel war damals, die KARDEA GmbH als Unternehmen, das voll ökologische Häuser in der Region baut, von anfang an gemeinwohl-orientiert aufzubauen. Damals war in dieser „Eröffnungsbilanz“ noch vieles Theorie. Jetzt steht das erste Haus in Pöttelsdorf  http://www.kardea.at/aktuelle-bauprojekte/projekt-weinidylle-poettelsdorf.html , wohin das KARDEA-Team die Regionalgruppe Gemeinwohl-Ökonomie Burgenland zum monatlichen Energiefeldtreffen geladen hat. Leider war das Treffen aufgrund des Wetters und des allgemeinen Wahnsinns der ersten Septemberwochen, wenn alle aus der Sommerruhe erwachen, spärlich besucht. Die dabei waren hatten dafür spannende Erkenntnisse und konnten das angenehme Raumklima erfahren!

Ich interessiere mich grundsätzlich für Häuser und Bauweisen und war von Anfang an begeistert, wie durchdacht das KARDEA-Konzept ist. Da ist wirklich kein Detail unbeachtet geblieben. Ein Haus, das keinen Sondermüll hinterläßt, auch für zukünftige Generationen nicht und das als „Best Living House“ ausgezeicht wurde, schafft nachhaltigen Lebensraum. Das Raumklima ohne giftige Dömpfe, mit feuchtigkeitsausgleichendem Lehmputz und Elektro-Smog-Reduzierung auf ein Minimum war uns  sehr angenehm.

Was bei mir von Mikes Schilderungen besonders eindrucksvoll hängen geblieben ist:

  • erste Erkenntnis: Beton ist mit Zement als wesentlichem Inhaltsstoff kein ökologischer Baustoff. Zement verbraucht in der Herstellung sehr viel Energie. Die gute Nachricht: es gibt Alternativen. Ein Recycling-Produkt namens Slagstar, das als Abfall bei der Stahlproduktion anfällt.
  • Es ist ganz schön schwierig, baugeeignete Strohballen zu bekommen. Die Dichte muss gegeben sein, wenige Körner enthalten um keine Mäuschen anzuziehen und natürlich: geringe Feuchtigkeitswerte.
  • Alternativen für Styropor-Dämmungen, die aus Erdöl produziert werden und in absehbarer Zeit Sondermüll sind, gibt es. Wenn man’s Formaldehyd-frei haben will, dann gilt es nach Tirol zu gehen, in der Region sind leider keine Dämmplatten erhältich, die nur mit Wasserdampf gepresst werden.

Es zahlt sich auf jeden Fall aus, mal bei einem Tag der offenen Tür vorbeizuschauen und sich schlau zu machen.

Ich bin ja sehr dafür, alte Häuser in den Ortskernen zu revitalisieren. Auch dafür sind dies ökologischen Baumethoden besonders geeignet.

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